Teilnehmer*innen 2019

web:first ist offen für Autoren, Film- und Fernsehproduzenten, Regisseure, Formatentwickler, Redakteure, Journalisten, und andere Medienschaffende mit ausreichender Vorausbildung.
Nachwuchstalente werden ausdrücklich zur Teilnahme ermutigt.

Jennifer Fritz – Future Dreams

Wie sieht eigentlich das Leben auf der Erde aus, wenn Maschinen das Zepter übernommen haben? Was denken und fühlen sie? Wo finden sie ihren Sinn im Leben? Krania, ein verunsicherter Roboterkran, will unbedingt die verbotene Schöpfungsgeschichte der Maschinen aufdecken. Am Ende ihres Abenteuers muss sie feststellen, dass sie über ihre programmierte Aufgabe hinausgewachsen ist. Future Dreams ist ein 9-teiliges Coming-of-Age Animationsabenteuer als Infotainment-Webserie zum Thema Computertechnologie für junge Menschen.

Jennifer ist Konzepterin und Storytellerin für digitale Medien. Nach dem Studium hat Jennifer über ein Volontariat beim SWR ihre Liebe zum World Wide Web und zur Schreiberei entdeckt. Sie hat am Webspecial des SWR zu Rommel mitgearbeitet, dass den Comenius Edu Media Award gewonnen hat. Heute arbeitet sie als Instructional Designerin, freischaffende Konzepterin und Storytellerin. Doch Bildung hält all ihr Schaffen zusammen, und die Überzeugung daran, dass Lernen Spaß machen sollte. 
Immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten der ansprechenden Inhaltsvermittlung ist sie im letzten Jahr vor allem bei den Themen Storytelling in den XRealities hängengeblieben. An „Future Dreams“ arbeitet Sie gemeinsam mit der Autorin Anna Mönich.

Berthold Wahjudi – Year Abroad

Year Abroad ist eine Comedy Serie über Erasmus Studenten in München. Im Zentrum der Geschichte steht LAIA, eine junge Spanierin. Eigentlich wollte sie für ihr Auslandsjahr nach Berlin. Jetzt ist es leider doch nur München geworden. Aber Laia will trotzdem das Beste daraus machen und stürzt sich voller Übermut in das Abenteuer Deutschland. Über ein Jahre hinweg, werden die Zuschauer in Echtzeit das Leben von Laia und ihren Erasmus-Mitbewohnern verfolgen und beobachten, wie sie an kulturellen Hindernissen stolpern, mit der deutschen Bürokratie zu kämpfen haben und wie sich sich verlieben – in andere Menschen, aber vor allem in Europa.

Berthold Wahjudi, geboren 1993 in Hamburg. Berthold studierte zunächst Arts & Sciences am University College London und der University of California. Während seines Studiums arbeitete er als Teamassistent und Lektor bei Heyday und Rooks Nest Entertainment. Seit 2016 studiert er Regie für Kino- und Fernsehfilm an der HFF München. Sein letzter Film SUMMER HIT, eine Erasmus-Komödie, hatte beim Filmfestival Max-Ophüls-Preis Premiere und wurde auf Palm Springs International Shortfest als Best Live-Action Short ausgezeichnet und qualifiziert sich somit für den Kurzfilm-Oscar® 2020. Er ist Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Theresa Bacza – Einfach nur Leute

Auf der Suche nach der ostdeutschen Identität der Nachwendegeneration reisen wir von Zittau bis zur Ostsee. Was die ProtagonistInnen der dokumentarische Serie eint: sie sind Ende 20 / Anfang 30 und definieren sich selber als ostdeutsch. Gerne möchten sie mit Tabus und Ossi-Klischees brechen. Im Verlauf von 5 Episoden lassen sie als gänzlich im vereinten Deutschland und dennoch im Osten Aufgewachsene den Zuschauer an ihrer widersprüchlichen Identität teilhaben, von der sie womöglich nie wussten, dass sie sie überhaupt haben.

Theresa Bacza ist 1988 in Gera geboren. Im nächsten Jahr schließt sie ihr Studium als Creative Producerin an der Filmakademie Baden-Württemberg ab. Sie entwickelt und produziert szenische und dokumentarische Formate für den TV- und Festivalmarkt. Ihren thematischen Fokus legt sie dabei auf Integration und kulturelle Vielfalt. Sie war während des Studiums Stipendiatin der VFF und Teilnehmerin der Ji.hlava Academy auf dem JIDFF. Beim 33. DOK.fest München 2018 war Theresa Mitglied der Jury zum Student Award. Ihre langen Dokumentarfilme laufen erfolgreich auf nationalen und internationalen Festivals (u.a. Hot Docs, Ji.hlava, Kassel, One World, Crossing Europe Linz, Hofer Filmtage) und gewinnen diverse Preise. Ihr szenischer Kurzfilm „Elja – 376 A.D.“ (R: Willi Kubica) hat 2018 den European Young CIVIS Media Prize gewonnen. „Einfach Nur Leute“ ist ihr Diplomprojekt an der Filmakademie und ihre erste Webserie.

Paul Feldmann – Schlechter Sex

Alle suchen die Erfüllung im Bett – aber keiner findet sie. Handjobs unter Männern? Fühlt sich an wie jemand anders die Schuhe binden. Und warum trägt die beste Freundin nach einem Sex-Unfall plötzlich eine Augenklappe? BENJAMIN hatte noch nie einen festen Freund und fragt sich, was er falsch macht. MERIT hat endlich einen Mann gefunden, der sie glücklich macht – doch dass der auch mal was mit Benjamin hatte, verschweigen ihr die beiden. Und WALTER leidet nicht nur unter seinem Vornamen, sondern auch darunter, dass all seine Versuche, über die Missionarsstellung hinauszugehen, kläglich scheitern. SCHLECHTER SEX bietet eine Erzählwelt fürs Smartphone, deren Geschichte sich Post für Post, Story für Story entfaltet und speziell für Instagram entwickelt wurde. In den Stories entscheidet der User mit, was als nächstes passiert…

Paul Feldmann  (*1995) hat 2018 am ersten Summer Course HFF München zum Thema Series Writing teilgenommen, produziert Trailer für das Münchner Kinder- und Jugendtheater Schauburg und hat 2019 bei der Produktion „BENT“ an der Theaterakademie August Everding auch als Theaterdramaturg gearbeitet. Gemeinsam mit Melissa Byrne (*1998) entwickelt er „Schlechter Sex“ und produziert Dokumentar-, Spiel- und Werbefilme an der HFF und ist in die Stoffentwicklung diverser Projekte involviert. Paul Feldmann ist Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und der Friedrich Naumann-Stiftung für die Freiheit.

Lena Gräf – Hinz und Kunst

Kunst(kritik) gilt als elitär und abgehoben. Wir bringen Kunst dahin, wo sie hingehört: Zu Hinz und Kunz. Zu Menschen, die freiheraus die Fragen stellen, die sich sonst im scheinbar versnobten Kunstbetrieb keiner mehr traut zu fragen: Warum gibt man dafür Geld aus? Warum berührt mich das – oder nicht? Es ist Kunstkritik von und für Jedermann: Wir regen Menschen an, sich auf unterhaltsame, teils kontroverse Art mit Kunst auseinanderzusetzen. Denn dann wird Kunst spürbar.

Lena Gräf, geboren 1994 im Sauerland, entdeckte ihre Leidenschaft für das Geschichten erzählen beim Radio. Während ihres Studiums der Musikwissenschaften und Englischen Literatur, arbeitete sie dort als freie Reporterin. Zur Fernsehjournalistin bildete sie sich an der Bayerischen Akademie für Fernsehen und Digitale Medien weiter und beendete Anfang 2019 ihr Volontariat bei der Münchner Produktionsfirma BILDERFEST. Seit 2017 ist sie dort als Autorin, Redakteurin und Regisseurin für diverse Wissensformate wie Quarks (WDR), W wie Wissen (ARD/WDR), Xenius (WDR/Arte) und PM Wissen (Servus TV) tätig.

Markus Trischler – Die besondere Tour: Auszeit vom Alltag

Eine Auszeit vom Alltag. Das ist es was wir uns alle oft so sehnlichst wünschen. In gestressten Zeiten einen Moment lang innehalten und sich schon mal zu den freien Tagen in den Bergen vorträumen. Etwas Besonderes soll es sein, aussergewöhnlich irgendwie – sei es ruhig, einsam, ausgesetzt, spannend oder wild. In der Serie wollen wir genau das zeigen. Die Protagonisten, z.B. zwei Auszeitwillige, bekommen eine Karte mit der Auszeit vom Alltag überreicht und wir nehmen sie mit zu einem dieser wunderbaren Plätze. Wir erleben die Tour mit Ihnen gemeinsam, machen die Tour mit erlebbar für alle Zuschauer. (K)eine klassische Tourenempfehlung zu den schönsten Plätzen unserer Heimat, den Bergen. Und das in Bilderform. Mit dem Mehrwert von Geheimtipps, ungewöhnlichen Plätzen oder den ausgefallensten Ideen für eine Auszeit vom Alltag. Wird es DAS 1 MILLION STERNE HOTEL – eine Nacht im Biwak am Berggipfel oder vielleicht KLIRREND KALT – ein Wochenende in einem der gemütlichsten und entlegensten Winterräumen der bayerischen Alpen mit Tourenski? Die Ideenliste ist lang! Für alle zum REINTRÄUMEN, VORSCHNUPPERN, PLANEN, NACHMACHEN, VORFREUEN und das wichtigste natürlich Erleben!

Markus Trischler, daheim im schönen bayerischen Oberland. Da liegt die Liebe zu den Bergen natürlich nicht fern. Oft der Erste weit vor Sonnenaufgang mit der Stirnlampe am Berg zu finden. Danach meist zügig nach München zum BR Fernsehen. Vor drei Jahren wurde er, der bis dahin als Tontechniker eingesetzt war, sehr spontan mit einer Ski Produktion „Haute Route, ein Perspektiv Wechsel“ in der Schweiz betraut. Die Haute Route gilt als größten und vielleicht schönsten Skidurchquerungen der Alpen, ein filmlogistisches Großprojekt für einen Neuling. Seitdem ist er vermutlich unheilbar infiziert mit dem Virus Bergfilm. So bekam er erst vor kurzen, als noch ganz junges Gesicht in seinem neuen Betätigungsfeld die große Chance, die persönliche Leidenschaft in den Beruf mitzunehmen. Sein Aktuelles Projekt „Bergauf Bergab Bergmenschen“. Eine Webserie die mit großen Zuschauerinteresse den Hüttenwirt Luis Baudrexl den ganzen Sommer auf seiner Hütte in den Ammergauer Alpen begleitet.